Leodegar Muschaweck, Namensgeber der Muschaweckgasse in der Alten Siedlung
Der Name Muschaweck ist eng verbunden mit der Bebauung bzw. Gründung der Berchinger Alten Siedlung. Geboren am 16.12.1874 in Pfahldorf, dann in der Stadtschreibergasse 8 in Berching wohnhaft durch Übernahme von seinen Schwiegereltern, gilt er als Gründer der „Baugenossenschaft Eigenheim Berching“. Das Gründungsprotokoll beginnt: “Auf Betreiben von Leodegar Muschaweck fand am 2.8.1920 bei Gastwirt Walthierer eine öffentliche Versammlung zur Gründung einer Baugenossenschaft statt.“ Der Genossenschaft traten sogleich 29 Mitglieder bei. Als erster Geschäftsführer fungierte Leodegar Muschaweck. Schon 1922 ging man an den Bau von vier Doppelhäusern, 1927 konnte das Bauprogramm mit 22 Wohnungen abgeschlossen werden. Die Baugrundstücke stammten überwiegend vom damaligen Bürgermeister Plank.
Nach dem Krieg wurden unter Federführung von Alfons Lichtenegger ab 1954 alle Häuse verkauft. Mit dem Geld konnten alle Schulden abbezahlt und weitere acht Häuser gebaut werden. Nachdem auch diese Wohnhäuser verkauft waren, wurde die Baugenossenschaft am 26.Juni 1960 aufgelöst. 30 Familien sind so günstig in den Besitz von Haus und Garten gekommen. Muschaweck, von Beruf Zimmermann, bewohnte das Haus Nr. 308 a von 01.04.1924 bis 01.04.1928. Er starb als Rentner von Berching am 07.12.1954.
Hubert Staudt