Josef Plank, Namensgeber der „Plankstraße“ in der alten Siedlung
(Aus den Hausbeschreibungen der Stadt Berching)
Josef Plank, geb. 08.03.1827, Sohn des Stampfermühlbesitzers Josef Plank, Haus Nr. 192, erlernte in seinem Vaterhaus das Handwerk des Müllers. Seine Fachkenntnisse erweiterte er in verschiedenen Geschäften des In- und Auslandes. Nach abgeleisteter Militärdienstpflicht heiratete er am 24.05.1895 Walburga Knör, Tochter des Gastwirts der „Blauen Traube“ Xaver Knör (dieser war zudem Besitzer des Hauses Nr. 102, die heutige Brauerei Winkler). Am 14.05.1895 übernahm er von seinen künftigen Schwiegereltern die Gastwirtschaft. Dieses Geschäft konnte jedoch den vorwärtsstrebenden Mann nicht befriedigen, weshalb er 1898 mit dem damaligen Besitzer des Krausmühlanwesens (heute Mühlgasse 4), Herrn Max Prinstner, Brauereibesitzer von Beilngries, seine Wirtschaft vertauschte. Am 01.05.1898 bezog er sein erworbenes Besitztum und nachdem er die Mühle modern eingerichtet hatte, übte er bis zum Jahr 1920 auf derselben ein flott gehendes Mahlgeschäft aus.
In der Wahlperiode 1908/14 gehörte er dem Stadtmagistrat als Mitglied an. Ab 1919 stand er als 1. Bürgermeister an der Spitze der Stadt. Mit seltener Umsicht, Gewissenhaftigkeit und Unparteilichkeit verstand es Plank seinen verschiedenartigen und verantwortungsvollen Dienstobliegenheiten gerecht zu werden, wobei er selbstredend vor keinen persönlichen und materiellen Opfern zum Wohle der Stadt zurückschreckte. So hat die Stadt Berching diesen wirklich uneigennützigen Mann neben vielen anderen Verbesserungen die Hochwasserfreilegung der Stadt Berching, die er in den Jahren 1920 bis 1922 ermöglichte, zu verdanken. Er opferte diesem Unternehmen sein Gewerbe, indem er auf die ihm zustehende Wasserkraft verzichtete, und zwar gegen eine Ablösungssumme, die alsbald in der immer heftiger einsetzenden Inflation fast ihren ganzen Wert verlor. Die ganze Stadtgemeinde, besonders aber jene Bewohner, die unter der alljährlich wiederkehrenden Überschwemmung bzw. Unterwassersetzung ihrer Gebäude und Wohnräume zu leiden hatten, werden Plank schon allein für diese Leistung ein dankbares, ehrendes Gedenken bewahren.
In seine „Regentschaft“ fällt auch der Bau der „Alten Siedlung“. Er stellte den Großteil des Baugrundes zur Verfügung. So ist es auch nicht verwunderlich, dass eine Straße in diesem Wohngebiet seinen Namen trägt.
Plank war bis zu seinem zu frühen Tode am 11.11.1935 Bürgermeister der Stadt Berching.
Hubert Staudt