Die Gößweingasse

Familie Gösswein als Namensgeber für die Gößweingasse

Der Name Gösswein ist in den Berchinger Hausbeschreibungen viermal vermerkt. Zum ersten Mal wird Georg Gösswein, geb. 01.01.1824 in Neumarkt i. d. OPf., im Jahre 1846 als Besitzer von Hs Nr. 182 (heute Bahnhofstraße 9) aufgeführt. Er kaufte dieses Anwesen von Franz Hilpoltsteiner, der dieses Haus als Brauerei ausgebaut hatte. Gösswein , ein sehr geschäftstüchtiger Brauer, brachte das Anwesen auf ganz bedeutende Höhe. 1858 erhielt er die Berechtigung zum Wirtshausbetrieb und im gleichen Jahr die Erlaubnis zum Bierbrauen. In der Wahlperiode 1854/60 und 1872/78 war Gösswein Mitglied des Stadtmagistrates.

1881 übergab er das Anwesen seinem Sohn Georg jun., zog sich ins Privatleben zurück und bewohnte sein Haus Nr. 206 (heute Bahnhofstraße 12). Später siedelte er nach Neumarkt um, wo er am 11.04.1888 verstarb. Neben diesen beiden Häusern gehörten ihm noch Hs. Nr. 98 (heute Reichenauplatz 21) und Haus Nr. 281 (das „Reischelhaus“, Neumarkter Str. 3)

Sein Sohn Georg Gösswein verstand es nicht, sein Geschäft und seinen schönen Besitz in der übernommenen Höhe zu halten und wirtschaftete immer mehr ab. Im Jahre 1906 verkaufte er einen Großteil seiner Grundstücke an die Portlandzementwerk Berching A. G. und ermöglichte somit den Bau des Werkes (heute „Flachsröste“ bzw. „Recenta“). 1909 veräußerte er sein Anwesen und die Restgrundstücke an den Handelsmann Heinzinger, der das Anwesen an die Gebrüder Ehrensperger, Lammsbrauerei in Neumarkt, verkaufte.

Nach den Hausbeschreibungen von Berching.

Hubert Staudt